Der hyperbolische Trichter als Duschkopf

Ein Experiment mittels 3D-Druck

Der hyperbolische Trichter versetzt Wasser in eine natürliche Wirbelbewegung, die dessen Struktur beeinflussen kann. Entdeckt hat dieses Phänomen der Österreicher Viktor Schauberger, der zwischen 1920 und 1950 viele Schriften zu natürlichen Wirbeln und deren Wirkung verfasst hat. Fasziniert von der Beobachtungsgabe Viktor Schaubergers, habe ich mich Inspirieren lassen. Eines der Ergebnis ist ein Duschkopf, der das Wasser zuerst in zwei Spiralen mit hyperbolischer Steigung leitet, um es danach tangential in einen hyperbolischen Trichter austreten zu lassen. Beschleunigt durch die entstehende Wirbelbewegung, bildet das Wasser einen natürlichen Strudel, dessen Form einem Hyperboloid entspricht. Am Ende des Trichters (Düse) tritt das verwirbelte Wasser in einer breiten "Glockenform" aus.

Nach Schauberger soll es so seine natürliche Quellwasserstruktur zurück bekommen, die es in Rohrleitungen eingebüßt hat. Ob dieses Prinzip wirkt, ist wissenschaftlich umstritten. Wasserwirbler werden heute zu Therapiezwecken eingesetzt. Interessiert hat mich die formale Umsetzung. Denn hier zeigt sich besonders, dass die natürlichen Proportionen des Goldenen Schnitts zu "schönen" Gebrauchsgegenständen führen kann. Die Hyperbel (y=1/x) visualisiert dieses universelle Gestaltungsprinzip auf das Vortrefflichste.  Alle Teile des Duschkopfs sind so konstruiert, dass diese in den gängigen 3D-Druck-Verfahren reproduziert werden können. Dazu werden nur drei Schrauben und eine Standarddichtung zusätzlich benötigt. Die entsprechenden Daten folgen in Kürze auf i.Materialise.com.


Alles wirbelt - Der Lauf des Wassers im Duschkopf
Alles wirbelt - Der Lauf des Wassers im Duschkopf
Alles wirbelt - Der Lauf des Wassers im Duschkopf
Alles wirbelt - Der Lauf des Wassers im Duschkopf

Hannes-Mayer-Design, Hyperbolischer Wasserwirbler
Blick ins Innere des Wirbelers


The Miura-Folding-Engine

Bei dieser Arbeit geht es darum, die von Herrn Miura entdeckte Faltung eines Hainbuchenblattes nachzuempfinden. Durch das Falten (Origami) eines Blatt Papiers nach dem Miuraprinzip, entsteht eine Struktur die sich einfach entfalten lässt und dabei sehr flexibel ist. So wird aus einem 2-Dimensinalen, flachen Blatt Papier ein 3-Dimensional verformbare Struktur. In der Natur kommen solche Faltprinzipien sehr oft vor. Dringt man in kleinste Strukturen vor, so könnte man fast sagen, dass letztlich ALLES gefaltet ist.

Um das Falten nach dem Miura-Prinzip zu beschleunigen, habe ich diese "Faltmaschine" entworfen. Sie besteht aus einem zweiteiligen Chassis die vier Kugellager und zwei Faltrollen beherbergen. Durch unterschiedlich strukturierte Rollen, lassen sich div. Faltungen nach dem Miura-Prinzip realisieren. Damit ist es möglich Blätter nach dem Vorbild einer Hainbuche schnell zu Falten. Die Miura-Folding-Engine ist komplett im 3D-Druck erstellt und wer Lust hat kann sie sich bestellen. Warum ich dieses Experiment mache, seht ihr bald auf dieser Seite ;-)

Hier könnt ihr die 3D-gedruckten Teile bestellen >>> i.materialise